Duping, Bann-Welle, Bots und Co. – Game Director Matt Firor über den aktuellen Stand und die Zukunft von ESO

ESO - Gramfeste
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Vor zweieinhalb Wochen, am 04.04.2014, feierte ESO sein offizielles Release. Ganz reibungslos verlief die Zeit seit dem Launch allerdings nicht und es gingen seitdem bereits einige Patches online, mit denen diverse Fehler behoben und Verbesserungen vorgenommen wurden.

Auch Game Director Matt Firor hat sich nun die Zeit genommen, um in einem ausführlichen Beitrag auf den aktuellen Stand des Spiels einzugehen.

Gegen Bots und Goldspammer

Gleich zu Beginn betont er dabei noch einmal explizit, dass das Team tatsächlich alles Mögliche tue, um Goldspammer und Bots zu bekämpfen. Außerdem arbeite man an Funktionen im Spiel, durch die die Beschaffung von Gold erschwert werden soll.

Duping, Banns und unschuldig Betroffene

Ein weiterer wichtiger Punkt, den er in seinem Beitrag ansprach, war der Gold-Duping-Bug, der in den letzten Tagen für Furore sorgte. Durch diesen konnten Spieler Stapel von Items manipulieren und in ihrem Inventar Kopien davon erstellen. Wie Matt erklärt, wurde das Problem bereits korrigiert und die daran beteiligten Spieler-Konten gebannt.

Gleichzeitig entschuldigte er sich auch dafür, dass in dieser Bann-Welle auch einige unschuldige Spieler betroffen waren, deren Konto allerdings innerhalb von 8 Stunden wieder hergestellt worden sei. Entgegen einiger Berichte, habe der Fehler auch nicht zu einer Destabilisierung der Ökonomie im Spiel geführt.

Anschließend ging Matt dann noch einmal auf die wichtigsten Korrekturen ein, die seit dem Release vorgenommen wurden, und verriet zudem, woran die Entwickler derzeit werkeln.

Zitat von Matt Firor (Quelle)

Es ist nun zweieinhalb Wochen her, seit wir unser Spiel am 4. April veröffentlicht haben. Ich denke, nun ist ein guter Zeitpunkt euch über den aktuellen Stand von The Elder Scrolls Online, geplanten Wartungsarbeiten, Plänen für zukünftigen Inhalte, Verbesserungen des Spiels und Anliegen, die unserer Community lieb und teuer sind, zu informieren.

Zu allererst möchten wir euch wissen lassen, dass wir alles uns mögliche tun, um die Goldspammer und Bots, denen ihr im Spiel begegnet – vor allem die, die Bosse in Verliesen „campen“ – zu bekämpfen. Ich spiele das Spiel täglich, sehe sie auch und ja, sie treiben mich zum Wahnsinn. Seit der Veröffentlichung bestreiten wir einen andauernden Kampf gegen sie – vom Ausnutzen der globalen Chaträume, zu Post im Spiel bis hin zu sinnfreien Gildeneinladungen – wir ergreifen weiterhin Maßnahmen, um sie von den Spielern fernzuhalten, auch wenn es nicht immer so scheint als wären wir aktiv. Viele dieser Kämpfe werden im Hintergrund ausgetragen – Konten, die spammen oder als Bots aktiv waren, werden regelmäßig gebannt. Unsere Teams arbeiten angestrengt an Verbesserungen der Systeme, um eine schnellere Identifizierung der Konten und Charaktere zu ermöglichen, die bei Schwarzmarktaktivitäten beteiligt sind. Wir arbeiten außerdem an Funktionen im Spiel, um ihnen die Beschaffung von Gold zu erschweren. Der Kampf gegen Schwarzmarktaktivitäten, wie Goldseller-Spam oder Sammler-Bots, ist ein Marathon, kein Kurzstreckenlauf. Wir werden weiterhin alles daran setzen, ihren Einfluss auf das Spiel so stark wie möglich einzugrenzen.

Schwarzmarktaktivitäten und Meldungen zu ihnen machen bis zu 85% unserer Kundendienst E-Mails/Anrufe aus. Aufgrund des hohen Volumens an Anfragen diesbezüglich, fiel es unserem Kundendienst-Team schwer anderen Anfragen in einem angemessenen Zeitraum zu bearbeiten – wir entschuldigen uns aufrichtig für die langen Wartezeiten, die euch bei der Kontaktaufnahme mit unserem Kundendienst erwartet haben. Es ist, wie bereits erwähnt, unser Ziel diese Aktivitäten so weit wie möglich von euch zu entfernen, sodass ihr unser Support-Team nicht einmal kontaktieren müsst.

Ebenso sichtbar war letzte Woche der Bug bezüglich des Gold-“dupings” (Duplizierung) – bei dem Spieler Stapel von Gegenständen manipulieren konnten, um in deren Inventar Kopien zu erstellen. Dieses Problem wurde korrigiert und die Konten, der am absichtlich beteiligten Spieler, gebannt. Und ja, einige Konten unbeteiligter waren davon betroffen. Wir entschuldigen uns hierfür – alle unbeteiligten Konten, die fälschlicherweise gebannt wurden, wurden innerhalb von 8 Stunden wiederhergestellt. Gegenteilig zu Berichten einzelner hat dieser Fehler in keinster Weise zur Destabilisierung von ESOs Ökonomie geführt. Gildenbanken wurden deaktiviert, um die Verbreitung des Problems in Zaum zu halten, jedoch nur solange bis die neue Version des Spiels, die den Fehler am späteren Abend behob, aufgespielt wurde.

All diese Korrekturen haben zu vielen Wartungen geführt, die ursprünglich nicht geplant waren – und wir wissen, dass jeder das Spiel spielen möchte anstatt auf das Ende von Wartungsarbeiten zu warten. Aber bitte bedenkt, dass bei jeder Aktualisierung ein Problem behoben wird beziehungsweise ein Update eingespielt wird, welches das Spiel verbessert. Wir arbeiten daran, die Zeiten der Wartungsarbeiten zu verkürzen und es wird sich mit der Zeit verbessern.

Hier ist eine Liste der bedeutenderen Korrekturen, die seit der Veröffentlichung eingespielt wurden, sowie Informationen zu ESOs laufenden Support:

  • Ein Fehler wurde korrigiert, bei dem eine kleine Anzahl von Spielern ihre Bankerweiterungen verloren hat.
  • Korrekturen zu blockierten Quest wurden aufgespielt, vor allem aus Kalthafen, die Spieler davon abhielten die Hauptgeschichte zu erleben oder Aufgaben in Kalthafen abzuschließen.
  • Viele andere Fehler mit Quests wurden behoben, bei denen Gegenstände/NSCs nicht erschienen.
  • Probleme in Grünschatten (Aldmeri-Dominion) wurden behoben, die dazu führten, dass die Zone stündlich abstürzte. Dies wurde am 4.4. korrigiert, beinträchtigte jedoch den frühzeitigen Spielzugang.
  • Zwei „dupe“ Fehler wurden behoben: Der oben beschriebene Fehler bezüglich gestapelten Gegenständen und ein weiterer (in kleinerem Maßstab), der sich um die Post von den Handwerkslehrlingen drehte.
  • Es kam außerdem zur Einrichtung vieler Back-End-Korrekturen und -Prozesse zum Blockieren der Schwarzmarktaktivitäten der Goldfarmer

Wir haben weiterhin viel zu tun – es gibt weiterhin Probleme mit Quests auf unserer Korrekturliste, viele von ihnen in Situationen, wenn Zone und Gegenstände/NSCs nicht synchron sind, was zur Folge hat, dass diese nicht richtig erscheinen. Wir arbeiten außerdem an der Veröffentlichung unseres ersten großen Inhaltpakets auf unseren „Play Test Server“ (PTS), welches viele Aktualisierungen des Spiels beinhaltet. Dazu gehören Optimierungen von Klassen und Waffenfähigkeiten, Korrekturen von bestehenden Inhalten sowie Aktualisierungen von fast allen Systemen im Spiel. Dieses Paket beinhaltet außerdem unsere erste Abenteuerzone, Kargstein, die auf Veteranengruppen von vier und zwölf Spielern zugeschnitten ist. Haltet also die Augen offen und lest euch die Patchnotizen der PTS-Version 1.1 durch, um alle Informationen zu den Korrekturen zu erfahren. Dies ist ein wichtiges Update unseres Spiels und wird daher mindestens 10 Tage vor Veröffentlichung auf dem PTS zum Testen verfügbar sein.

Wir arbeiten weiterhin an Problemlösungen und wir bekämpfen stetig die Schwarzmarktaktivitäten und somit die Goldfarmer. Auf euch wartet ein großes Inhaltspaket. ESO ist bereits ein fantastisches Spiel und es wird von hier an nur besser werden. Vielen Dank für eure Geduld und Unterstützung, wir sehen uns in Tamriel. – Matt

 


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Kommentare zu "Duping, Bann-Welle, Bots und Co. – Game Director Matt Firor über den aktuellen Stand und die Zukunft von ESO"

Ich bin mir da nicht so sicher. Zenimax hat seit Release (was nicht lange her ist) einige doch unschöne Berichte (Ungerechtfertigte Banns, Zahlungsmethoden usw.) immer wieder als, „alles ist ok“ dargestellt. Jetzt kann man natürlich sagen, was sollen die auch schon machen, die können ja nichts schlechtes sagen.

Sehe ich etwas anders, es ist schon merkwürdig wenn eine Firma nicht ehrlich zum Kunden in bestimmten Bereichen ist. Das wird ESO kaum Schaden aber bei anderen Spielen wird man es sich dann vielleicht zweimal überlegen ob man nochmal zugreift.

Ich will nochmal ganz klar stellen das sich das nicht gegen ESO richtig. Ich spiele gerne ESO und ich habe vor das auch noch eine Weile zu tun, aber das was Zenimax momentan so treibt finde ich nicht gut.


„Wir arbeiten außerdem an Funktionen im Spiel, um ihnen die Beschaffung von Gold zu erschweren.“

Ich weis auf dem momentanen Stand (lvl26) noch nicht, was für eine grosse Rolle Gold im späteren Spiel haben wird, aber ich persönlich finde das erhalten von Gold jetzt schon eher erschwert. Wenn man sich vor Augen führt, dass man für ein Skin-Buch 1-4k hinblättern muss. Für mein momentanes Budget (13k Gold) ist dies eine grössere Investition. Geschweige von den Kosten des Umskillen, das ist aber ein anderes Thema.

„…auf unseren „Play Test Server“ (PTS)…“

Wie und wo kann man sich den für diesen Server registrieren, oder besteht dazu noch gar keine Möglichkeit?


@Omko
Ich fühle mich weder von Zenimax noch vom Spiel selber in keinster weise Betrogen oder Angelogen. Ihre Stellungnahme zu den erwähnten Themen finde ich korrekt und offen.

Die Sache mit der Zahlungsmethode, naja, dass war wohl doch ein kleiner Schuss in den Ofen. Aber es muss auch gesagt sein, es war ja auch von Anfagn an klar, dass Montaskosten anfallen werden und wenn sich jemand das Spiel für 50euro nur wegen den 30-frei-Tagen gekauft hat, hat er sich wohl keine grosse Gedanken darüber gemacht, dass beim Anlegen eines Abos, in dem Fall 30-frei-Tage was ja auch eine Art „Abo“ ist, eine zusätzliche Zahlungsmethode gewählt werden muss. Das kenne ich so auch von anderen Zahlungspflichtigen Spielen, Homepages, usw.


@OldSamson:  Du wirst lachen wie viele Leute sich das Spiel erst einmal nur wegen den 30 Tagen holen, das ist heute absolut gar nicht mehr so unüblich und wird munter genutzt. Ein Kumpel von mir hat sein Spiel nachdem er das erfahren hat zurück geschickt. Jeder hat da eine andere Vorstellung wie sowas aufgezogen werden sollte. 🙂

Zum PTS: Den kannst dir im Launcher runterladen, sollte er bei dir nicht angezeigt werden, einfach oben rechts auf das Zahnrad klicken und da das Häkchen bei öffentlicher Testserver anzeigen machen. Dann sollte der PTS unter deinem normalen Spiel angezeigt werden.

Das Problem ist, er lädt dann das Spiel für den PTS nochmal runter, ich nehme mal an das du im ESO Ordner was umschreiben könntest damit er das nicht nochmal lädt aber ich weiß nicht wie. Einen Account oder so was in der Richtung musst du nicht erstellen. Der PTS Server war vorher der dauerhafte Beta Server und sie werden die Leute dann entweder alle freischalten oder alle werden so reinkommen wie bei anderen Spielen meist auch.

Sollte es doch ganz anders sein werden sie das 100% vorher ankündigen.


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