Nur 4 Klassen? Wie flexibel ist das Fertigkeitensystem in The Elder Scrolls Online wirklich?

ESO - Drei Charakter am Wasser

Wir hatten die Möglichkeit, mit Gameplorer.de an einem Presse-Beta-Event in ESO teilzunehmen. Ab sofort dürfen wir nun darüber berichten und du findest in nächster Zeit bei uns jede Menge Infos zu den Klassen, dem Crafting und weiteren ESO-Features.

Als ich vor einiger Zeit das erste Mal in The Elder Scrolls Online schauen durfte, war ich sofort Feuer und Flamme für das Skill-System. Für alle, die noch nicht reinschauen durften, zeige ich in diesem Artikel, warum Klassen ganz anders funktionieren, als die meisten erwarten und warum wir durch das Fertigkeitensystem eine unfassbare Freiheit genießen werden!

Was sind Fertigkeiten?

Bei jedem Stufenaufstieg und einigen anderen Gelegenheiten erhalten wir einen Fertigkeitenpunkt. Diese Fertigkeitenpunkte können wir in aktive und passive Fertigkeiten verteilen. Die Fertigkeiten selbst sind dabei in Kategorien eingeteilt, wie z.B. Bogen, Zweihänder, Leichte Rüstung oder die klassen- und volkspezifische Fertigkeitenkategorien.

Eine Einführung mit allen wichtigen Infos zum Fertigkeitensystem findest du in unserer Bibliothek unter Fertigkeiten.

Die Klassenwahl

Am Anfang steht, wie in fast jedem MMO, die Klassenwahl. Wir können uns zwischen Templer, Drachenritter, Zauberer und Nachtklinge entscheiden. Da ich persönlich ein chronischer Twinker bin, also in fast jedem Spiel mehrere Klassen erstelle (man muss ja möglichst viel ausprobieren und das Gras ist auf der anderen Seite eh immer grüner 😉 ), interessiert mich als erstes:

Wie viel Einfluss hat die Klassenwahl auf das Spiel?

Von meinem aktuellen Eindruck: Weit weniger, als die meisten (inklusive mir) gedacht haben!

Jede Klasse hat 3 Fertigkeitskategorien mit jeweils 6 aktiven und 4 passiven Fertigkeiten. Eine der aktiven pro Kategorie ist jeweils eine ultimative Fertigkeit. Diese sind besonders mächtig, es kann aber immer nur maximal eine ultimative Fertigkeit in die Aktionsleiste gepackt werden.

Das macht insgesamt 3 ultimative, 15 aktive und 12 passive klassenspezifische Fertigkeiten. Das wirkt erst mal recht viel, ist es im Verhältnis aber nicht.

Es gibt in ESO 6 Waffenkategorien (Zweihänder, Einhand und Schild, Beidhändig, Bogen, Zerstörungsstab und Wiederherstellungsstab) und jede hat auch eine Fertigkeitenkategorie mit 5 aktiven und 4 passiven Fertigkeiten. Ebenso gibt es 3 Rüstungsklassen (leicht, mittel und schwer), wovon jede eine eigene Fertigkeitenkategorie mit jeweils einer aktiven und 5 passiven Fertigkeiten hat.

Da jede Klasse jede Waffe und jede Rüstungsklasse tragen kann, kommen wir dadurch auf 33 aktive und 39 passive Fertigkeiten nur durch Waffen und Rüstung.

Zusätzlich gibt es pro Volk 4 passive Fertigkeiten und Gilden (nicht die von Spielern, sondern „NPC-basierte“ Gilden mit Lore-Bezug), denen man sich anschließen kann, wie z.B. die Kämpfer- oder Magiergilde. Diese lernt man noch weit vor Stufe 10 kennen (Tipp: Man kann sich beiden anschließen). Die Anzahl der Fertigkeiten variiert pro Gilde, aber die Magier- und Kämpfergilde spendieren jeweils nochmals eine ultimative, 4 aktive und 5 passive Fertigkeiten.

Zusätzlich gibt es noch weitere Kategorien, wie z.B. Seelenmagie. Hier befinden sich eine ultimative, eine aktive und 3 passive Fertigkeiten, um Seelensteine zu befüllen (mit gefüllten Seelensteinen kann man sich oder Verbündete wiederbeleben). Seelenmagie wird unter „Offene Welt“ angezeigt, was vermuten lässt, dass hier im Lauf der Zeit noch einige weitere Kategorien auf uns warten!

Fertigkeiten so weit das Auge reicht

Selbst in der Anfangsphase stehen uns somit schon rund 10 ultimative, 60 aktive und 60 passive Fertigkeiten zur Wahl, um unsere verdienten Fertigkeitenpunkte unterzubringen. Und wer weiß, was wir mit höherer Stufe noch alles entdecken werden?

Dies ermöglicht eine massive Vielfalt und der Einfluss der Klasse wird verhältnismäßig gering ausfallen. Bestimmt wird es sogar interessante Builds geben, die ganz ohne Klassenskills auskommen.

In jedem Fall aber sind Kombinationen möglich, die uns genau die Charaktere ermöglichen, die wir immer spielen wollten, wie den Nahkampf-Zauberer mit schwerer Rüstung oder den schleichenden, ledertragenden Heiler der mit dem Bogen aus dem Hinterhalt schießt, wenn es grad nichts zu heilen gibt.


Alle unsere Artikel aus der ESO-Beta:


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Kommentare zu "Nur 4 Klassen? Wie flexibel ist das Fertigkeitensystem in The Elder Scrolls Online wirklich?"

Meiner Meinung nach ist das der große Pluspunkt bei dem Spiel und gleichzeitig ein Problem. Viele Leute werden am Anfang doch nicht „outside of the Box“ denken. Und werden wahrscheinlich ihre Probleme haben. Eigentlich müsste man sie zwingen diesen Artikel hier zu lesen damit sie begreifen was möglich.

Mir hat der Artikel sehr geholfen. Ich kann mir jetzt vorher schon mal ein paar Gedanken zu machen was ich dann später wie mixe. 🙂


mir fehlt die vielfalt und die möglichkeiten aus elder scrolls 3 morrowind 🙁 war in meinen augen die meisterleistung ihres schaffens! und wurde seither nur noch unterboten… heute zählt halt nur noch die grafik an spieltiefe fehlts dann halt…


@Elysergfog:  Lustig das du das erwähnst ich fand Morrwind mit mit am schlimmsten.^^

Aber ja wird sicherlich auch einiges damit zu tun haben das es dann auch auf Konsolen kam. Limitiert ja dann doch irgendwo.


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